Mit Kindern     -     ein neuer Aufbruch

K i n d e r  eine Gabe Gottes
KinderSegen – das ist der erste Segen, den die Menschen nach den Worten der Bibel empfangen: „Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde“. Die modernen Naturwissenschaften entwickeln immer neue Möglichkeiten, den Prozess des Werdens menschlichen Lebens zu beeinflussen. Das ändert aber nichts daran, dass jedes Kind eine Gabe Gottes und ein Geschenk ist, dessen Unverfügbarkeit zugleich seine Würde und Freiheit begründet.

Was bedeuten Kinder für diese Welt und wie muss diese Welt gestaltet werden, um Kinder tatsächlich aufnehmen zu können? Was bedeutet es ganz konkret für Eltern und für die Kinder, diese neue Leben anzunehmen?

K i n d e r  entdecken
Wenn Kinder zur Welt kommen und ins Leben aufbrechen, ist dies auch für die Erwachsenen ein neuer Aufbruch. Neue Lebensrhythmen müssen eingeübt, neue Aufgabenstellungen bewältigt werden, aber es eröffnen sich auch neue Perspektiven und neue Erfahrungsräume. Die Kinder verweisen schon allein durch ihr Dasein auf die Frage nach dem Woher und Wohin menschlichen Lebens.

Mit K i n d e r n leben
Kinder als Geschöpfe Gottes leben zu lassen ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die viele Fragen aufwirft: Wie miteinander reden, essen, streiten, beten, arbeiten und spielen, lachen und weinen? Wie kann es gelingen, sie in die Freiheit der eigenen Entscheidung und Verantwortung zu führen?

Sich auf Kinder einzulassen und mit ihnen das Leben zu leben, das ihnen zugedacht ist, verändert auch das eigene Leben.

K i n d e r  - uns anvertraut
Die Kinder, die wir als Gabe Gottes empfangen, sind damit zugleich unserer Sorge anvertraut. Verantwortung tragen, und das heißt: Verantwortung, die kein Ausweichen zulässt, nicht an andere delegierbar ist und keine zeitliche Begrenzung kennt.
Kinder bedürfen nicht nur des äußeren Schutzes, sondern auch einer inneren Zuflucht, Vertrauen und Halt für das Leben. Die Erfahrung, für all dies verantwortlich zu sein, ist jedoch auch eine Erfahrung eigener Begrenztheit. Eltern brauchen in ihrer Verantwortung den Rückhalt des Gesellschaft.

Mit K i n d e r n lernen
Die Familie, in der Kinder mit ihren Eltern zusammenleben, ist nach dem Verständnis der christlichen Ethik eine Gemeinschaft des Weitergebens. In diesem Weitergeben vollzieht sich, was im guten Sinn als Tradition bezeichnet wird. Tradition meint dabei nicht das bloße Bewahren alter Gewohnheiten. Vielmehr gilt es, das in der Vergangenheit Bewährte auf die Gegenwart und die Zukunft hin zu prüfen und fruchtbar zu machen. Es geht dabei um Bewahrung und Erneuerung, Lehren und  Lernen zugleich.

K i n d e r  Segen
Kinder eröffnen die Möglichkeit, mit ihnen neu ins Leben aufzubrechen. Natürlich: Kinder sind eine Zu-Mutung. Wer sie erzieht, mutet sich Großes zu. Aber gerade in dieser Zumutung sind Kinder auch ein Segen. KinderSegen als Zeichen der Hoffnung ist Quelle der Kraft, diese Zumutung zu wagen.

Die Woche für das Leben 2005, eine Initiative der katholischen und evangelischen Kirche findet in diesem Jahr vom 9. bis zum 16. April statt.

Sie will einladen, darüber nachzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen, was Kinder für das Leben der Erwachsenen bedeuten.

Nicht zuletzt geht es auch um einen klaren Standpunkt: Kinder sind ein Segen.

Zur weiteren Information und zur Vorbereitung eigener Veranstaltungen gibt es verschiedene Materialien. ( Infos über den Verfasser erhältlich).

Darüber hinaus sollen die oben dargestellten Gedanken uns alle dazu anregen, über Kinder und das was wir mit ihnen verbinden, nachzudenken und sensibel zu bleiben. In unseren Häusern, der Wohngegend, in unserer Gemeinde und Kirche gibt es genug Gelegenheit und Anlässe Kindern zu begegnen, für sie offen zu sein, da zu sein, von ihnen zu lernen und mit ihnen zu leben..

Andreas Bodenbenner, Gemeindereferent (Tel. 8190786)