Salz der Erde sein."  - Pastoralkonzept – Entwicklung

„Salz der Erde sein“ – mit diesem Wort aus der Bergpredigt sind alle Gemeinschaften der Gemeinden im Bistum Aachen eingeladen, sich an die Erstellung eines Pastoralkonzept zu geben.

Ein Pastoralkonzept entwickeln – warum?

Um unsere Motivation zu stärken, unseren Glauben zu bezeugen.
Um neu und aktuell die Lebenswirklichkeiten und Sehnsüchte der Menschen in den Blick zu nehmen.
Um uns ausdrücklich Rechenschaft zu geben, über das was wir in der Pastoral tun und lassen.
Um im PGR, im Rat der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) und im Pastoralteam zielgerichteter und damit befriedigender arbeiten zu können.
Um die vorhandenen Begabungen besser zur Geltung kommen zu lassen und Frustrationen zu minimieren.
Weil das Pastoralkonzept den Menschen dienen soll, zu denen wir gesandt sind, damit sie „Leben in Fülle“ finden.

Bischof H. Mussinghoff schreibt in einem Brief (Nov 2005):

„Angesichts der dramatischen Verknappung finanzieller und personeller Ressourcen ist von allen Gemeinden bzw. GvG’s ein kontinuierlicher Dialog um vorrangige und nachrangige pastorale Aufgaben und Felder zu führen. Eine bloße Fortschreibung der bestehenden Praxis,..., ist weder zukunftsfähig noch auf Dauer leistbar. Ziel muss es sein, dass alle GdG’s klare und realistische Ziele für sich benennen. Als konkrete Aufgabe sehe ich, dass jede GvG ein eigenes Konzept der Schwerpunkte ihres pastoralen Handelns erstellt und bis Ende 2007,..., mir dieses ebenfalls vorlegt. In diese Überlegungen sind auch Planungen bzgl. der zukünftigen Nutzung von Kirchen, Pfarr- und Jugendheimen auf GvG-Ebene einzubeziehen.“

    In den Gemeinden der GdG – St. Benedikt:

Im Sommer des vergangenen Jahres hat der GdG-Rat Dülken und Boisheim beschlossen, die Entwicklung eines Pastoralkonzepts zu beginnen. Der GdG – Rat und die einzelnen Pfarrgemeinderäte arbeiten seitdem in verschiedenster Weise daran, die Ist-Situation in den Gemeinden zu erfassen und Schwerpunktsetzungen und

Gegebenheiten zu beleuchten. Dabei stellten sich viele Fragen:
Ø      Wie leben die Menschen hier und heute?
Ø      Mit welchen Fragen, Nöten und Wünschen beschäftigen sich die Dülkener und Boisheimer?
Ø      Welche Rolle spielt der Glaube im Leben der Menschen?
Ø      Welche Bedeutung hat die Kirche in unserer Gesellschaft?
Ø      Was leisten die Gemeinden und was müssen sie evtl. aufgeben/ intensivieren?
Ø      Wie stellt sich die Kooperation der Gemeinden dar
Ø      Welche Gebäude und welches Personal kann sich die GdG St. Benedikt demnächst noch leisten?

In der Sitzung des GdG –Rates am 29. Januar 2007 haben die Beteiligten an vier Grundthemen diskutiert: A) Familie und andere Lebensformen B) Kindergärten C) Schulen D) Arbeitswelt und Arbeitslosigkeit.
Testweise wurde eine Trendabstimmung zu einer möglichen Gewichtung dieser vier Themenbereiche vorgenommen: 16 Anwesende konnten je 5 Punkte zur Fragestellung „Wo sollten wir zukünftig mehr investieren?“ verteilen, davon entfielen

Familie und andere Lebensformen

Kindergärten

Schulen

Arbeitswelt und Arbeitslosigkeit

 24 Punkte

13 Punkte

15 Punkte

27 Punkte

In der GdG-Ratssitzung am 5. Juni 2007 wurden die Grundfunktionen der Gemeinden Diakonie, Liturgie und Katechese beleuchtet. Manche Konzepte müssen im Hinblick darauf, was tun wir warum und wie, überarbeitet werden. Wir können in den Gemeinden nicht mehr alles so leisten wie bisher. Geld und Personal werden knapper.

Frage an unsere Mitchristen:
Wo würden Sie als Erwachsene/ wo würdest Du als Kind und Jugendlicher eine Gewichtung legen, wenn Sie/ Du gefragt wären, Personal, Geld und Engagement einzusetzen, um Glaube und Kirche in Dülken und Boisheim lebendig zu halten?

Anfang November führen Verantwortliche aus den Gemeinden an den Marktplätzen in Dülken und Boisheim Befragungen durch, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, was sie im Glauben und in der Kirche bewegt.

 

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